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Interview mit Mr. Kohrogi über die Natsukashii Gruppe im Sommer 2005

Champaka:

Ich möchte über die Natsukashii Gruppe von diesem Sommer sprechen.

 

Kohrogi:

Wir werden “Brückenarbeit” machen. Ihr werdet euer wirkliches Selbst treffen. Wenn ich das so sage, klingt es, als müsstet ihr irgendwohin gehen, um euer wahres Selbst zu finden. In Wahrheit ist euer wahres Selbst in Euch. Um das zu bestätigen, verwende ich das Konzept der Brücke. Da ist ein Land über der Brücke. Und da ist ein Land vor der Brücke. Es ist das gleiche Land. Du kannst den Fluss unter der Brücke fließen sehen. Aber unter dem Wasser ist das Land verbunden. Natürlich, wenn es getrennt ist, wird dieser Planet zweigeteilt. Ich möchte das mit dem Verstand klären. Ich denke, dass jeder das mit dem Verstand missversteht.

 

Champaka:

Missverständnisse über den Verstand? Beschäftigter Verstand?

 

Kohrogi:

Ja, du sagst, du hast viele Verstände. Man verwechselt die Information mit Verstand. Viele Gedanken kommen. Man kann sie einfach als Information belassen. Wenn man sie wählt wird es zum Verstand. Letzten Sommer hat in der Gruppe jemand Fragen über seinen Verstand gestellt. Er meinte, dass sein Verstand sehr laut sei. Ich hab ihm geantwortet, dass er einfach seinen Verstand so sein lässt. Was in dir beurteilt, ob der Verstand laut ist? Da ist ein Part in dir, der vom Verstand verärgert ist, und das ist noch ein anderer Part der verärgert. Du bist verwirrt durch die zwei. Es ist ein gutes Urteil, dass du denkst der Verstand ist laut. Aber man kann auch die Details sehen und urteilen. Es gibt 2 Möglichkeiten. Die meisten Menschen wählen die Option vom Verstand verärgert zu sein. Niemand wählt en anderen Part. Obwohl beide Teile Du sind.

In Wirklichkeit fliegen Informationen in deinem Kopf herum. Viele Menschen missverstehen Verstand. In diesem Sommer will ich es für Euch klarmachen.

 

Champaka:

Viele von uns möchten, dass unser Verstand ruhig ist. Stille.

 

Kohrogi:

Es gibt aber Teile in uns, die laut sein wollen. Dieses Jahr werde ich Honyala Honyala[1] Arbeit machen. Wir bewegen uns mit der Sprache. Wenn du Beispielweise etwas holen willst, sprichst du es vielleicht nicht aus, aber du denkst daran und gehst. Wenn du noch eine Schüssel gekochten Reis willst oder ein weiteres Glas Wasser – vor der Aktion musst du als Satz daran denken.

Champaka versuch folgendes: Wenn du zum Klo gehst mit Honyala Honyala, dann kannst du nicht zum Badezimmer gehen. Aber wenn du beschliesst, dass Honyala Honyala „zum Bad gehen“ bedeutet, dann kannst du zum Bad gehen. Wir bewegen uns durch unsere Sprache. Mit den Worten „Helen Pelolon Holalan“ kannst du keine neue Schale gekochten Reis bekommen. Wenn du aber beschließt „Helen Pelolon Holalan“ bedeutet eine neue Schale gekochten Reis zu bekommen und eine andere Person weiß das, kannst du das so kommunizieren. Wenn du plötzlich beginnst „Helen Pelolon Holalan“ zu einem Freund zu sagen, wird er dich nicht verstehen.

Wenn du spazieren gehst, brauchst du zuerst den Satz „Ich gehe spazieren“. Ich möchte diesen Sommer diese Arbeit machen, um euch frei zu machen von der Bindung an die Sprache. Am Anfang müssen wir realisieren wie sehr wir von der Sprache gefangen sind. Es ist ein Unterschied daran zu denken ins Bad zu gehen und wirklich ins Bad zu gehen. Wenn du sagst „Lass uns ins Bad gehen“ ist die Blase immer noch voll. Wenn du aufwachst und ins Bad gehst und deine Blase entleerst, ist die Blase wirklich leer. Die Meisten unter Euch unterscheiden nicht wirklich zwischen Sprache und Aktion. Als du Dir dessen bewusst warst, warst du unterhalten von der Sprache der Mutter. Das ist ein Erweiterung der Stimm-Welt.

 

Champaka:

Kannst Du mehr über Verstand und Stimme erklären?

 

Kohrogi:

Kurz gesagt, du denkst dein Verstand ist laut. Sobald du denkst, dass Dein Verstand laut ist, weil du das Wort laut verwendest, beginnst Du zu denken, dass er laut ist. Du kannst nicht denken, dass der Verstand etwas spricht.

Beispielsweise denkst Du Folgendes: Erst ein Monat ist dieses Jahr vergangen und noch immer, schon kommen so viele Gedanken, etc.

Nur, immer noch, schon. Durch das Verwenden dieser bewertenden Wörter beurteilst du dich selbst immer mehr und mehr. Und Du denkst Du bist eine intelligente Person. Du bist eine Person mit Klarheit. Aber es ist eine Illusion. Unbewusst limitierst du deine Aktionen mit deinen Wörtern. Es wird zur Routine in Deinem Leben, aber ich möchte das Wort gerne analysieren. Du bringst es zum ursprünglichen Platz der Stille. Dann wirst Du ruhig. Dann kannst Du die Wörter wieder treffen. Das Karma der Wörter verschwindet dort. „Danke sagend“.

Ich habe die “Brückenarbeit” erwähnt. Wir werden den ganzen Raum nützen. Gemeinsam mit dem Partner zu arbeiten und im ganzen Raum zu gehen und zu begegnen. Zuerst werden wir einen großen Platz verwenden, um die physikalische Präsenz des Partners eine Sache erkennen zu lassen. Wenn du einen Baum oder Papier berührst ist da eine Brücke. Und wenn du mit deinem Partner arbeitest und die Brücke nachhaltig erkennst, wirst du auch erkennen, dass da ein Berg ist und ein Meer und ein Tal und ein Himmel in Dir.

Da ist ein ganzes Universum in Dir. Ich spreche nicht über das Univesum im zellulären Bereich. Es ist wirklich in uns. Die Natur, der Fluß, der Berg, das Tal,… Das zu erkennen ist das Natsukashii [2] deiner Existenz, das Natuskashii deines Lebens. Dann wirst Du verstehen, warum menschliche Wesen diese Form annehmen. Diese Arbeit wird integrieren was wir bereits mit der Arbeit von Berührung gemacht haben, Der Arbeit des Sprechens, etc. Und wenn Du aufhörst zu reden, wirst Du immer ruhiger werden.

Solange Du sprichst, kann die wahre Kraft der Wörter sich nicht manifestieren. Erst wenn Du aufhörst zu sprechen wird die Kraft der Wörter kommen. Wenn Du Deine Sätze vollendest, kann das Karma der Wörter verschwinden. Ich denke die Arbeit in diesem Sommer wird die Arbeit sein, die Deine Wörter zurückbringt an ihren ursprünglichen Platz. An den Platz wo sie geboren sind. Im Detail siehst Du das, wenn Du an der Gruppe teilnimmst. Wir sehen uns im Sommer.

 

Anmerkung: Der Text wurde aus dem Japanischen übertragen.

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[1] "Honyala Honyala" ist bloss ein Laut ohne Bedeutung.

[2] "Natsukashii" ist japanisch und bedeutet so viel wie nach Hause kommen.

 
 

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